ROCO V 200

Die V 200 035 ist eines der ersten wirklich maßstäblichen, von ROCO ins Modell umge- setzten Großdieselloks, die in Punkto Antriebstechnik und Detaillierung auch heute noch bestehen kann. Aber auch hier gibt es Schwachstellen und leicht umzusetzende Verbesserungen für ein ansprechendes Modell. Mein Hintergrund für den Umbau war diesmal der Einkauf von 2 Modellen mit unterschiedlichen Schäden. Hier hieß es aus 2 mach 1. Als Skischleiferfahrer konnte ich von beiden Wechselstrommodellen jeweils die Drehgestelle mit dem Schleifer nutzen, was eine hervorragende Stromabnahme zur Folge hat. Die weiteren Verbesserungen eignen sich sowohl für die Zweileiter-, als auch die Mittelleiterfans.


Motortausch

Der große alte Rundmotor mit Schwungmasse treibt zwar die Lok sehr gut an, ist aber im Stromverbrauch sehr hoch und von der Geräuschentwicklung noch nicht das Optimale. Der ROCO 5-poler mit doppelter Schwungmasse passt mit einigen Feilstrichen unter Nutzung der alten Kardanwellen sehr gut in den Lokomotivrahmen und aufgrund seiner geringeren Größe entsteht ohne Fräsarbeiten Platz für einen Decoder. 

Den zusätzlich benötigten Platz für die zweite Schwungmasse erreicht man mit einer Metallfeile. Nun habe ich den Motor mit einigen Distanzstückchen und einem Gummiband eingesetzt und getestet. Trotz der provisorischen Befestigung war ich bereits jetzt von den Laufeigenschaften angetan. Die neue Motorhalterung konnte gebastelt werden. Die 6 mm starke Motorauflage, geklebt aus 2 mm starkem Polystyrol, wurde dem Radius des alten Rundmotors entsprechend gefeilt. 

Der Motor wird mit zwei dünnen Kabelbindern befestigt und im Lokomotivrahmen ausgerichtet, bevor die Kabelbinder richtig festgezogen werden. Die Räume zwischen den Kabelbindern wird mit 1 mm dünnen vorsichtig gebogenen Polystyrolstreifen aufgefüllt. Wer will, kann die Kardanwellen auf der einen Seite mit einem dünnen Nagel versehen und der Aufnahme im neuen Motor anpassen. Hier ist vorsichtiges Arbeiten gefordert, wobei die im Bild gezeigten Werkzeuge wertvolle Hilfe leisten. 

Beim nun erneuten Anpassen im Lokomotivrahmen werden die Löcher für die Befestigungsschrauben markiert und mit einem 1 mm Bohrer vorgebohrt. Die Schrauben müssen bei dem weichen Material mit Gefühl angezogen werden. Hier im Bild die Testfahrt mit provisorisch verlötetem Kühn T-145 Decoder, der später mittig in der Platine Platz findet.

Verfeinerung der Pufferbohlen

Die Pufferbohle wurde nach Entfernen der alten teilweise zerstörten Puffer mit einer Schlüsselfeile gesäubert und die Löcher für die Weinert Federpuffer, Kupplungs- und Bremsschlauchimitate (ROCO Ersatzteile) gebohrt. Die Sockelplatten habe ich - hier half ein Bohrer zum Zentrieren - mit Sekundenkleber befestigt. Nach dem Lackieren rüstete ich die Pufferbohlen zu, eine Seite mit Originalkupplung, die andere mit einer Bügelkupplung. 

LED Beleuchtung

Der wie schon bei der 44.5 beschriebene Tausch der Lämpchen durch 5 mm LEDs war nicht zufriedenstellend. Ich schnitt die Lichtleiter kurz hinter der Nachbildung der Führerstände ab und bastelte mir Träger aus 0,5 mm Polystyrol für die Aufnahme der 1206 SMD LEDs in warmweiss und rot. Die Verdrahtung erfolgte mit Kupferlackdraht, die LEDs habe ich mit Sekundenkleber auf die neue Trägerplatte geklebt.

Eine weitere Polystyrolplatte mit kleinen Löchern dient zur Führung und Sortierung der Kupferlackdrähte. Geklebt werden die Polystyrolstreifen auf die Lichtleiter mit Kunstoffkleber von Revell oder einem anderen Anbieter. Der in der Lok verbliebene Lichtleiter für das dritte Spitzenlicht wird durch eine mittig in der Rückwand geklebte LED versorgt. Bei der weiteren Verdrahtung gilt auch hier, nicht den Vorwiderstand - mind. 1 kOhm! - zu vergessen. 

Durch die herstellerbedingten und je nach Farbe unterschiedlichen Lichtstärken der LEDs müssen evtl. die Vorwiderstände angepaßt werden, damit nicht die roten Rücklichter stärker als das Spitzenlicht leuchtet. Dies kann selbstverständlich auch die Dimmfunktion der Aux-Ausgänge des Decoders übernehmen. Ich schalte mit der Lichtfunktion F0 die beiden Rückleuchten und mit F1 und F2 die Spitzenlichter, so dass auch das Signalbild bei Rangierfahrt nachgebildet werden kann.

Sonstige Arbeiten

Der Decoder findet mittig in der Platine auf einem dünnen Stück Pappe Platz. In die Befestigungsplatte für das Lokgehäuse wurden Aussparungen für die Aufnahme der zusäztlichen Verdrahtung gefeilt und ein Isolierklebeband zur Verneidung von Kurzschlüssen des Decoders geklebt. Die Führerstände und die Maschinenattrappen habe ich farblich angepasst und das Modell gealtert. 

V 200 035 übernimmt am Bahnsteigende einen Eilzug mit Silberlingen

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