Digitalisierung Gützold BR 52

Schon länger steht einer BR 52 von Gützold (Artikel 32100) mit Steifrahmentender in meiner Vitrine und wartet auf die Digitalisierung. Das Modell, leider noch ohne Schnittstelle, hatte ich gebraucht umgerüstet für Dreileiter Gleichstrom gekauft und musste jetzt diesen Umbau wieder rückgängig machen. 

Im Bild sichtbar alle Baugruppen, die ich für die Digitalisierung getrennt habe.                                                       

Zunächst musste ich mich mit dem Trennen des Tendergehäuses und Lokoberteil von den Fahrg-estellen beschäftigen. Die Anleitung gab darüber keine Auskunft aber durch vorsichtiges Herantasten waren bald Leiterbahnen und Motor incl. Platine zugänglich. Das Tenderoberteil kann durch Spreizen vorsichtig abgenommen werden. Der Tenderrahmen ist mit den im Bild durch den Bleistift gekennzeichneten Rastnasen am Messingblock in Höhe der Radsätze befestigt. Das Führerhaus muss innen an den zwei Rastnasen mit einem Schraubendreher gespreizt werden, kann dann getrennt vom Lokkessel abgenommen werden, bevor sich dieser nach oben entfernen lässt.

Die Loktenderkupplung habe ich mit einem isolierten Draht gesichert, da sie sich sehr leicht selbständig macht. Erst jetzt offenbarten sich die zusätzlichen Bohrungen für Schleifer und Kabeldurchführung im Lok-Fahrwerk und die zusätzliche Verkabelung mit notwendigen Leiterbahntrennungen. Die Löcher wurden mit Zweikomponentenkleber verschlossen und alle Lötstellen gesäubert und wo notwendig Leiterbahnen verbunden. Die beiden vorderen Laternen wollte ich an den Decoder anschließen, stellte aber beim Durchmessen fest, dass ein Pol grundsätzlich mit den Radschleifern verbunden ist und eine zusätzliche unauffällige Verkabelung ohne Fräsarbeiten nicht möglich war. Also verzichte ich zunächst auf die vordere Beleuchtung und fahre möglichst Tender voraus. So dient das Lokfahrgestell nur der sicheren Stromabnahme von den Schienen.

Im Tender war zunächst der Platz für den Decoder zu identifizieren. Platz genug wäre im Führerhaus, dies hätte aber zusätzliche Kabel für Motor und Licht zum Tender zur Folge gehabt; auch ist die Idee, hier einen Lautsprecher einzubauen und die Lok mit Sound zu versehen, noch nicht vom Tisch. Auf dem Motor direkt mit Doppelklebeband befestigt, schien mir die beste Lösung. Ein Zimo MX646 aus einer Roco Lok passte, wenn die Platine mit den nicht benötigten Entstörmitteln am oberen Ende abgetrennt wurde. Hier muss man sehr vorsichtig vorgehen, damit sie nicht bricht, denn sie ist als Motorhalterung unerlässlich. Die Kabel grau und orange habe ich direkt an die Motorlötfahnen gelötet.

Die gelben LEDs der Tenderbeleuchtung wollte ich gegen warmweisse austauschen, zudem auch hier das Problem, dass ein Pol direkt mit den Radschleifern verbunden war, besteht. Die Beleuchtungsplatine lässt sich entweder zur Seite herausziehen oder nach Abnehmen des Fahrwerks (Spreizpunkte siehe Foto) entfernen. Hierbei treten auch gleich die Kontaktfahnen hervor, die umgebogen werden, damit an deren Stelle die Kabel zum Decoder angelötet werden können. Neben den LEDs wurde auch gleich der Widerstand gegen 1kOhm getauscht und die nicht mehr benötigte Diode ausgelötet. 

Getestet habe ich immer sofort mit dem Multimeter, damit ich nicht nach Einlöten des Decoders Fehler mühsam beseitigen muss. Die zusätzlichen roten Kabel verlaufen am Rahmen in Bohrungen und wurden auf nicht mehr benötigten Kontakten der Motorplatine gelötet und von hier mit dem Decoder verbunden. Ich habe gleich den grünen Anschluss für die Funktion F1 gewählt. Eine fahrt-richtungsabhängige Beleuchtung war aufgrund der für mich noch nicht ralisierbaren Frontbeleuchtung nicht notwendig.

 

Auf dem Foto ist auch der entfernte Teil der Platine mit den Entstörmitteln zu erkennen.











Zusätzliche Verdrahtung für die Rücklichter des Tenders.

Nach einem erfolgreichen Funktionstest habe ich einer Lokführerfigur ihren Arbeitsplatz zugewiesen und anhand Vorbildfotos einen Tenderaufsatz aus dünnem Furnierholz und Polystyrolstreifen aufgeklebt. Eine individuelle Note mit Platz für ein bisschen Echtkohle. Die Alterung und die schon vorher erwähnte Ausrüstung mit Loksound stehen noch auf dem Plan und werden bei Zeit und Lust realisiert. Sicherlich lässt die schon ältere Konstruktion noch viel Raum zur Verbesserung der Detaillierung, aber ich bin zunächst zufrieden mit dem Ergebnis und werde bei entsprechenden Vorbildbildern noch das eine oder andere zum Ergänzen finden.

Gützolds BR 52 mit Steifrahmentender wartet auf neue Fahraufträge
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