Pappeln selbst gebaut

Wo möglich, versuche ich zur Verringerung der Bauzeit – ich weiß, eine Modellbahn sollte nie fertig werden, aber schnelle Baufortschritte machen auch Spaß – das Zubehör der Modellbahnindustrie zu nutzen. Hierbei spielt natürlich der Preis auch eine Rolle und gerade im Begrünen/Bewalden einer Anlage kann man für einen handgearbeiteten Baum schon mal 30 – 40 Euro zahlen. Hier greife ich dann schon zum Selbstbau oder zum „Frisieren“ von industriell gefertigten Bäumen oder Bausätzen. Den Anfang sollen komplett selbst gebaute Pappeln machen, die auf meiner Anlage das Industriegleis vom restlichen Bahnkörper trennen.
Die Materialien sind schnell aufgezählt:

  • Rundhölzer 6 – 10mm (Baumarkt oder vom letzten Waldspaziergang)
  • Kupferdraht 0,4 – 0,8mm
  • Zahnstocher oder Nagel
  • feiner Sand oder Sägemehl
  • Beflockungsmatten
  • Holzleim, Alleskleber, Sekundenkleber
  • Modellbaufarben

Werkzeuge: Raspel, Cutter, Zange, Seitenschneider, Pinzette, Bohrer, Pinsel, Lötkolben


Das Rundholz wird zunächst mit Raspel oder Cutter konisch gearbeitet und evtl. noch mit Sandpapier nachgeschliffen. Ein Zahnstocher oder Nagel mit Holzleim oder Sekundenkleber am unteren Ende in eine entsprechende Bohrung geklebt dient zur Befestigung auf der Anlage.
Nun werden an der Spitze beginnend Löcher je nach verwendeter Drahtstärke in den Stamm gebohrt. Ich habe zwei Methoden probiert:
    1.    Schräge Bohrungen von oben nach unten
           Der dickere Draht wird schräg mit dem Seitenschneider angeschnitten und dann ohne Leim in den Stamm              gedrückt.    

    2.    Bohrungen quer durch den Stamm

           Der Draht wird komplett durchgesteckt und mit einem Tropfen Sekundenkleber gesichert und dann an              beiden Seiten nach oben gebogen; dies empfiehlt sich bei dünneren Stämmen.


Nun werden zusätzliche Äste je nach gewünschter Dicke der Belaubung und Umfang der Pappel – es sind nicht alle gleich schlank – angelötet. Ich habe maximal 3 dünnere Drähte verwendet. Das Stutzen bzw. Zurecht-schneiden der Äste auf die richtige Länge erfolgt wieder mit dem Seitenschneider. Anschließend müssen noch Lötfettreste mit Feuerzeugbenzin o.ä. mit einem Pinsel entfernt werden, damit die Farbe besser haftet. Der komplette Stamm und auch einzelne Äste werden mit verdünntem Weißleim bestrichen und besandet (alternativ Sägemehl). Für den Anstrich habe ich Revell Aquacolor in einem grau-braunen Ton und etwas grün gewählt. Gemischt habe ich die Farben direkt beim Auftragen. So ergibt sich ein leicht unregelmäßiges Farbbild. Hier wäre auch denkbar, mit der Airbrush zu lackieren.
Für das Belauben wird die Flormatte (Heki, Noch, Silhouette oder ein anderer Hersteller) in ca. 0,5 cm breite und 3 – 6cm lange Streifen geschnitten und vor dem Aufbringen auf den Ästen auseinandergezupft. Alleskleber oder auch Weißleim wird auf max. 2 Äste gleichzeitig aufgetragen und mit Fingern und Pinzette möglichst um den Ast gedrückt. Ich arbeite immer von oben nach unten. Die Äste werden leicht vom Stamm weggebogen und lassen sich so leichter Begrünen. Bei mir reicht eine Flormatte für ca. 3 Pappeln.
Zum Schluß werden kahle Stellen nochmals begrünt, die Äste in die endgültige Form gebogen und zur Fixierung des Laubes Haarspray aufgetragen. 
Für eine 20 – 25cm Pappel benötige ich ca. 3 Stunden. Ein vertretbarer Aufwand mit viel Bastelspaß; bei größeren Mengen wäre ich bemüht, selbst gesuperte Industrieprodukte zu verwenden. Tannen aus dem Standdardsortiment von Noch sind mein erstes Versuchsobjekt (siehe Übersichtsbild, links neben den Pappeln) für eine mögliche Superung und somit Nutzung in größeren Mengen. Doch davon mehr, wenn das Experiment gelungen ist und mir das Endprodukt gefällt.

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